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05.04.2005 Hilfe aus Moers geht nach Nicaragua
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Thema: Neue Ruhr Zeitung PARTNERSTÄDTE / Bürgermeister Norbert Ballhaus übernahm die Führung des Vereins "La Trinidad-Moers" von seinem Vorgänger. Vorstandsmitglied arbeitet als Arzt dauerhaft in Nicaragua.

MOERS. Der amtierende und zwei ehemalige Bürgermeister der Stadt Moers sind Mitglieder im neu formierten Vorstand des Partnerschaftsvereins "La Trinidad-Moers" Schon nach den Kommunalwahlen gab es Veränderungen. Bürgermeister Norbert Ballhaus hatte im Oktober das Amt des Vorsitzenden von seinem Vorgänger Rafael Hofmann übernommen. Inzwischen haben alle im Rat vertretenden Fraktionen einen Beisitzer für die Mitarbeit benannt. Die Mitgliederversammlung wählte darüber hinaus Hofmann zum Ehrenvorsitzenden. Auch Alt-Bürgermeister Wilhelm Brunswick trägt diesen Titel.

Im vergangenen Geschäftsjahr hat der Verein Sozial- und Gesundheitsprojekte gefördert und insbesondere Patenschafen für Schülerinnen und Schüler in La Trinidad vermittelt. Herausragend ist der unentgeltliche Einsatz von Arzt und Vorstandsmitglied Dr. Stefan Welß. Seit Anfang 2004 ist er im staatlichen Krankenhaus mit dem Aufbau einer Abteilung für Plastische Chirurgie befasst. Dort werden beispielsweise Frauen mit extremen Verlaufsformen von Krampfaderleiden behandelt. Außerdem kümmert er sich um eine Krankenhaus-Finca für den Obst- und Gemüseanbau. Ein weiterer Schwerpunkt der Partnerschaftsarbeit ist der Austausch zwischen beiden Städten.

Spende für den Friedhof der Ureinwohner

Wie im Vorjahr war auch zum Jahreswechsel 2005 eine Moerser Reisegruppe in Mittelamerika. Sie erhielten Einblick in die Arbeit von Dr. Welß und konnten sich von Projekten der Einen-Welt-Arbeit überzeugen. Der Verein unterstützt unter anderem den Aufbau einer Schulbibliothek, die Arbeit der Behinderteneinrichtung "Los Pipitos" und das Frauengesundheitszentrum. Für dieses Jahr gibt es weitere Pläne. Die Spende des Klett-Verlages ermöglicht die Aufarbeitung des Indigena-Friedhofes, der Grabstätten der Ureinwohner. Im April will der Mitbegründer des Nicaragua-Arbeitskreises, der Archäologe Dr. Klaus Koschmieder, mit den Vorbereitungen beginnen.

Auskunft über die Arbeit des Partnerschaftsvereines gibt Sabine Werler im Rathaus unter Tel: 02841/ 201- 203.



30.03.2005 Rückenwind für die Eine-Welt-Arbeit in Moers
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Thema: Pressemitteilung Vorstand des VereinsDer amtierende und zwei ehemalige Bürgermeister der Stadt Moers sind Mitglieder im neu formierten Vorstand von “La Trinidad – Moers e.V.”. Der Verein organisiert die Partnerschaft beider Städte. Schon nach den Kommunalwahlen gab es Veränderungen. Bürgermeister Norbert Ballhaus hatte im Oktober das Amt des Vorsitzenden vom früheren Bürgermeister Rafael Hofmann übernommen. Inzwischen haben alle im Rat der Stadt Moers vertretenden Fraktionen einen Beisitzer für die Mitarbeit benannt. Die Mitgliederversammlung wählte darüber hinaus Hofmann zum Ehrenvorsitzenden. Auch Alt-Bürgermeister Wilhelm Brunswick trägt diesen Titel.

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01.10.2004 Geld kommt direkt an
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Thema: Neue Ruhr Zeitung PARTNERSTADT / Kinder aus La Trinidad haben ihren Parten wieder geschrieben.

MOERS. 35 Moerser Pateneltern von Schülern aus La Trinidad haben Post von ihren nikaraguanischen "Kindern" bekommen. Sie schickten Fotos, Zeichnungen sowie Zeugnisse und berichten, wie das Geld aus Moers eingesetzt wird. Der jährliche Betrag von 77 Euro für Grundschüler und 102 Euro für Schüler der weiterführenden Schulen wird für Stifte, Tornister, Hefte, Schuhe und die Schuluniformen genutzt. Auch werden die Gebühren für Prüfungen bezahlt. Der Partnerschaftsverein La Trinidad-Moers organisiert die Schülerpatenschaften.

Viele Familien in Nikaragua haben so wenig Geld zum Leben, dass sie den Schulbesuch nicht oder nur durch Mitarbeit der Kinder finanzieren können. Hier helfen die Patenschaften. Insgesamt gibt es davon zurzeit 76 für Schülerinnen und Schüler in La Trinidad. "Die Liste derer, die Hilfe bedürfen, ist aber noch lang", berichtet Sabine Werler von der Geschäftsführung des Partnerschaftsvereins, selbst Patin. "Das Geld kommt direkt dort an, wo es dringend benötigt wird", versichert sie.

Bei Interesse an einer Partnerschaft: 02841/20 12 03.



29.09.2004 Post aus Nicaragua - Eltern freuen sich über Briefe ihrer Patenkinder
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Thema: Pressemitteilung 35 Moerser Pateneltern von Schülerinnen und Schülern aus La Trinidad haben Post von ihren nicaraguanischen "Kindern" bekommen. Sie haben Fotos, Zeichnungen und Zeugnissen geschickt und berichten darüber, wie das Geld aus Moers eingesetzt wird. Von dem jährlichen Betrag von 77 Euro für Grundschüler und 102 Euro für Schüler der weiterführenden Schulen kaufen sie Stifte, Tornister, Hefte, Schuhe und die Schuluniformen. Außerdem können sie die Gebühren für die Prüfungen bezahlen. Der Partnerschaftsverein La Trinidad - Moers e. V. organisiert die Schülerpatenschaften.

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02.09.2004 Rückkehr in die ferne Heimat
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Thema: Neue Ruhr Zeitung KULTUR / Raul Droguett kam vor 29 Jahren als politisch verfolgter Chilene nach Moers und machte sich einen Namen.

MOERS. Vor 29 Jahren kam der Chilene Raul Vega Droguett als politisch Verfolgter durch Amnesty International nach Deutschland. Damals hätte der Student es sich nicht träumen lassen, dass er in Moers einmal eine so bekannte Persönlichkeit werden sollte. Nur eine seiner Funktionen: "Er war bei uns seit 1976 Kursleiter und Zertifikatsprüfer. Die Vhs dankt dir für deine Mitarbeit", so Dr. Bernhard Schmidt von der Vhs bei der Verabschiedung. Denn Droguett verlässt den Niederrhein, um mit seiner Frau Elisa Godoy nach Chile zurückzukehren.

Als noch keiner an Lateinamerika dachte, war Droguett 1982 der Erste in Moers, der sich um die notleidenden Menschen in La Trinidad in Nicaragua kümmerte. So gehörte der Chilene denn auch 1989 zu den Gründungsmitgliedern des Partnerschaftsvereins. "Die Menschen in La Trinidad sind die Allerärmsten", schildert er. Diese Arbeit liege ihm sehr am Herzen, er werde sie von Chile aus fortsetzen.

Mitgründer des IKM

Aktiv war Droguett aber auch, was den Internationalen Kulturkreis Moers (den IKM, Dachorganisation der ausländischen Vereine in Moers) angeht. Auch dort gehörte er zu den Gründern, er war der erste Schatzmeister des IKM.

Dr. Schmidt, langjähriger Freund Droguetts, unterstreicht: "Sein Wort hat immer viel gegolten in Moers. Das können Ihnen beide Bürgermeister bestätigen." Für den Verein sei es wichtig, dass der Scheidende zu Hause als eine Art Kontaktmann für Lateinamerika fungiere.

Das Leben war für den Exil-Chilenen nicht immer leicht in Moers. "Er hat immer darunter gelitten, dass er zu Hause sein ganzes Studium bis auf das Praktikum absolviert hatte. Und nur darum verweigerte man ihm in Chile seine Unterlagen", schildert Schmidt. So arbeitete Droguett denn zumeist körperlich, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. 23 Jahre war der Chilene beim Modecenter Braun beschäftigt.

"Ich habe hier viel Gastfreundlichkeit erfahren", bedankt der 61-Jährige sich. Was er wohl am meisten vermissen wird: "Das ist das Grün der Landschaft. Aber am wenigsten werde ich wohl dem vielen Regen nachtrauern", lacht er.

Freunde hat der "Deutsche" in Chile auch schon gefunden. Natürlich internationale. "Es sind Kubaner. In Chile leben viele Menschen aus aller Herren Länder", schildert er. Was böte sich da mehr an, als einen "IKM" in Chile zu gründen...

KLARA HELMES




63 Artikel (13 Seiten, 5 Artikel pro Seite)


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